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Schnittstelle Mensch-Anlage: Tag-basierte vs. Nicht-Tag-Lösungen

Schnittstelle Mensch-Anlage: Tag-basierte vs. Nicht-Tag-Lösungen

Wir von ZoneSafe wissen um die ständige Herausforderung, die das Management geschäftiger Industriestandorte darstellt. Das zugrundeliegende Risiko, von geschäftigen Lagerhallen bis hin zu rauen Umgebungen in Steinbrüchen und Mülldeponien, konzentriert sich immer auf die Schnittstelle zwischen Mensch und Anlage, wo es zu Kollisionen kommen kann.

Die “Schnittstelle Mensch-Anlage” bezieht sich auf den Schnittpunkt, an dem Menschen und Maschinen (Anlagen) in der gleichen Umgebung arbeiten. Unsere Annäherungswarnsysteme verringern dieses Risiko, indem sie eine robuste Erkennung von Personen und Maschinen einrichten und sofortige Alarme auslösen.

Das ZoneSafe-System arbeitet mit mehreren Kernkomponenten, die es uns ermöglichen, einen 360°-Erfassungsbereich um Fahrzeuge herum zu schaffen und Arbeiter und Betreiber zu alarmieren. Wir bieten zwei hocheffektive Lösungen an: Tag-Based (RFID) und Non-Tag (UWB). Zwar hat jede von ihnen je nach Anwendung ihre Stärken und Schwächen, aber beide sind unglaublich robust und können sowohl in Innenräumen als auch im Freien eingesetzt werden, wobei sie auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder rauen Umgebungsbedingungen gut erkennbare Alarme liefern.

In diesem Artikel werden die spezifischen Vorteile und Einschränkungen der einzelnen Systeme erläutert, so dass Sie klar erkennen können, wie ZoneSafe Sie am besten bei der Sicherung Ihrer Website unterstützen kann.

Tag-Based Proximity System: Zwei-Wege-Warnung an der Schnittstelle Mensch-Anlage

Die Stärke dieser Lösung liegt vor allem in der Fähigkeit, in beide Richtungen zu warnen.

Im Kern nutzt das System einen am Fahrzeug montierten Sensor, der einen 360-Grad-Erfassungsbereich um die Maschine herum schafft. Dieser Sensor wurde speziell entwickelt, um die kleinen, aktiven RFID-Etiketten zu erkennen, die von den Arbeitern getragen werden. Diese RFID-Technologie ist nicht auf die Sichtlinie angewiesen, was besonders in unübersichtlichen Ecken und toten Winkeln von Vorteil ist, wo sich Fußgänger verstecken können. Der Erfassungsbereich kann auf bis zu 10 Meter konfiguriert werden, so dass sowohl Fußgänger als auch Fahrzeuge ausreichend Zeit haben, an der Schnittstelle zwischen Mensch und Anlage zu reagieren.

Wenn ein Fußgänger innerhalb des Gefahrenbereichs erkannt wird, auch wenn er hinter Hindernissen unsichtbar ist, löst das System eine zweiseitige Warnung aus. Der Tag vibriert, um den Arbeiter zu warnen, während der Fahrer durch einen akustischen Alarm und eine blinkende visuelle Warnung auf einem Bedienfeld im Fahrzeug gewarnt wird. Der Fußgänger wird durch die haptische Rückmeldung (Vibration) des Anhängers deutlich und anhaltend gewarnt, was das Situationsbewusstsein verbessert. Auch der Fahrer erhält einen Anhänger, der vor dem Starten des Fahrzeugs in das Steuergerät eingegeben wird. Solange sich der Tag im Steuergerät befindet, kann er nicht erkannt werden. Wenn der Fahrer jedoch das Fahrzeug verlässt, nimmt er seinen Anhänger mit, um sicherzustellen, dass er von anderen fahrenden Fahrzeugen erkannt wird.

Visuelles Warnsystem ohne Markierung: Infrastrukturwarnungen an der Schnittstelle Mensch-Anlage

Diese Lösung beruht auf einem fest installierten Infrastruktursensor, der das aktive Signal von entgegenkommenden Fahrzeugen (die mit einem fahrzeugmontierten Standardsensor ausgestattet sind) erfasst. Dieses System nutzt in der Regel die Ultrabreitbandtechnologie (UWB), um eine 360-Grad-Erkennung mit einer großen Reichweite von bis zu 50 Metern zu erreichen. Entscheidend ist, dass diese Erkennung in Sichtweite erfolgt. Dieses Signal löst dann ein visuelles Warnsignal für Fußgänger aus, die sich in diesem gemeinsam genutzten Bereich aufhalten, und zwar durch ein blinkendes Warnschild, eine Bake, eine Ampel oder eine Projektion.

Das visuelle Warnsystem unterscheidet sich von dem auf einem Etikett basierenden System dadurch, dass die aktivierte Warnung den Fußgänger nicht direkt über ein Etikett warnt, sondern eine blinkende Warnung, ein akustisches Warnsignal, eine Projektion oder eine Kombination davon an alle Personen in der Umgebung sendet, dass ein Fahrzeug in der Nähe ist. Diese Lösung ist besonders vorteilhaft, da sie auch in den lautesten Arbeitsumgebungen wirksam ist, in denen Gabelstapler andere Alarme haben und eine akustische Warnung an der Schnittstelle Mensch-Anlage überhört werden könnte.

Die Wahl des richtigen Systems: Anwendungsspezifische Vorteile

Beide Lösungen sind zwar für die Integration von Innen- und Außenbereichen geeignet, doch hängt die Entscheidung für die eine oder andere Lösung von den spezifischen betrieblichen Anforderungen ab. Unter, Um jedoch ein tieferes Verständnis der Technologien zu erlangen, haben wir eine weitere hilfreiche Ressource entwickelt die vergleicht UWB mit RFID für die Annäherungswarnung.

Umgang mit störenden Alarmen auf engem Raum

In Umgebungen wie einem typischen kleinen Lager mit schmalen Gängen kann die Stärke des Tag-basierten Systems - die RFID-Erkennung ohne Sichtkontakt - zu seinem Nachteil werden. Tags können hinter Regalen erkannt werden, was zu mehreren Fehlalarmen führen kann, obwohl keine unmittelbare Gefahr besteht. In diesen Fällen ist das Non-Tag Visual Warning System die ideale Anwendung. Ein Infrastruktursensor und ein aktives Warnschild, die am Ende eines Ganges angebracht sind, warnen Fußgänger in einer Entfernung von bis zu 50 Metern deutlich und ausreichend vor einem sich nähernden Gabelstapler und verhindern so unnötige Alarme.

*Es ist erwähnenswert, dass wir eine Maskierungsbox entwickelt haben, die in Bereichen mit hohem Risiko an der Schnittstelle zwischen Mensch und Pflanze aufgestellt werden kann, falls Sie eine markierungsbasierte Lösung anbringen möchten. Stellen Sie immer sicher, dass eine vollständige Standortuntersuchung durchgeführt wird, um die richtige Lösung für Sie zu finden.

Maximierung des Schutzes in großen Gebieten

In einem größeren Lager mit größeren Freiflächen wird das Tag-Based-System viel zuverlässiger und wichtiger. Es verringert nicht nur das Risiko von Fehlalarmen, sondern bietet auch einen zusätzlichen Schutz in beide Richtungen, wenn Fußgänger und Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe sind. In diesen Umgebungen, in denen alles, von Paletten bis hin zu anderen Fahrzeugen, die Sicht des Fahrers behindern kann, sorgt ein sofortiger, wiederkehrender Alarm, der sowohl an den Fahrer als auch an den Fußgänger übermittelt wird, dafür, dass das Risiko gemindert wird, sobald die Grenze überschritten wurde.

Überwindung von Größe und Hindernissen in extremen Umgebungen

Bei großen, abgelegenen Betrieben, wie z. B. einem großen Steinbruch, liefert das Tag-basierte System rechtzeitige und effektive Warnungen. Das Non-Tag-System ist hier oft nicht praktikabel; aufgrund der Größe der Baustelle ist die Installation einer Infrastruktur unzureichend, und die zahlreichen toten Winkel, die durch schwere Anlagen und große Maschinen entstehen, können ein visuelles Signal abschwächen oder es aufgrund der erforderlichen Sichtverbindung zu einer Ablenkung machen. In dieser Umgebung ist ein Höchstmaß an Sicherheit erforderlich. Die sofortige Zweiwege-Warnung des Tag-Based-Systems stellt sicher, dass ein Arbeiter, der “in der Wildnis” lauert, sicher erkannt und gewarnt wird.

Berücksichtigung von Kosten und Skalierbarkeit

Ein weiterer wichtiger Anwendungsfaktor ist die Größe der Belegschaft und der Zugang. An größeren Standorten mit Hunderten von Mitarbeitern, Besuchern und Auftragnehmern kann sich die Zuteilung von Tags an alle Mitarbeiter als kostspielig erweisen. Das Non-Tag-System bietet einen klaren Vorteil für die Skalierbarkeit, da es nur Fahrzeug- und Infrastrukturkomponenten benötigt, um die allgemeine Bevölkerung in einer Gefahrenzone zu schützen. Unternehmen können beschließen, dem größten Risiko Vorrang einzuräumen oder die Kennzeichnung auf das Kernpersonal zu beschränken. Es ist erwähnenswert, dass Tags als Teil eines Zugangskontrollsystems verwendet werden können, so dass nur ein “Tag-Inhaber” in gefährliche Fahrzeugmanövrierbereiche gelangen kann. Dies kann dazu beitragen, übermäßige Kennzeichnungsmengen und -kosten zu vermeiden.

Unser Fachwissen: Maßgeschneiderte Lösungen und Zukunftssicherheit

Zum Glück haben wir über 15 Jahre Erfahrung in der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen. Die Entscheidung muss nicht zwangsläufig binär sein. Viele Kunden beginnen mit einer Einzellösung, die sich auf das größte Risiko konzentriert, und erweitern dann zu einem modularen Annäherungswarnsystem, wenn sich ihr Budget und ihre Bedürfnisse weiterentwickeln.

Unsere Lösungen sind so konzipiert, dass sie Ihre bestehenden Sicherheitsmaßnahmen ergänzen, einschließlich Personalschulung, durch die aktive Verstärkung Ihrer primären Kontrollmaßnahmen der physischen Trennung und der Verkehrsmanagementpläne.

Schon die ersten Schritte können einen bedeutenden Unterschied machen, indem sie das Risiko von Kollisionen an der Schnittstelle zwischen Mensch und Anlage verringern und so die finanziellen und personellen Kosten für Ihr Unternehmen reduzieren.

Ganz gleich, ob Sie am Anfang Ihrer Reise stehen oder Ihre Sicherheitsausrüstung aufrüsten möchten, wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören. Füllen Sie das kurze Formular unten aus, um ein Gespräch zu vereinbaren!

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