Die neuesten Statistiken der Gesundheits- und Sicherheitsbehörde (Health and Safety Executive, HSE) für die Jahre 2024/25 liefern wichtige Daten über das Ausmaß und die Verteilung von nicht tödlichen Verletzungen am Arbeitsplatz und geben einen Einblick in die Häufigkeit von Risiken in verschiedenen Sektoren.
Schlüsselzahlen:
Volumen und verlorene Tage
Die HSE-Daten unterstreicht den erheblichen Umfang der selbst gemeldeten nicht-tödlichen Verletzungen am Arbeitsplatz und ihre direkten Auswirkungen auf die Arbeitszeit:
- Geschätztes Volumen: 680 000 Arbeitnehmer erlitten eine nicht tödliche Verletzung, wie aus den Selbstauskünften der Arbeitskräfteerhebung (AKE) hervorgeht.
- Verlorene Arbeitstage: Diese Verletzungen führten zu einem Verlust von insgesamt 4,4 Millionen Arbeitstagen.
Entwicklung der Verletzungsrate
Die Analyse des Risikos pro Arbeitnehmer zeigt, dass eine Stabilisierung im Gange ist:
- Ratenplateau: Die geschätzte Rate der selbst gemeldeten nicht tödlichen Verletzungen pro 100.000 Arbeitnehmer hat sich eingependelt. Die aktuelle Rate entspricht der Rate vor der Pandemie 2018/19, was darauf hindeutet, dass sich der langfristige Rückgang des Gesamtrisikos für die Arbeitnehmer im letzten Berichtszeitraum nicht fortgesetzt hat.
Verteilung und Häufigkeit von nicht-tödlichen Verletzungen am Arbeitsplatz
Die Verteilung der nicht-tödlichen Vorfälle zeigt, wo die meisten Schäden auftreten, basierend auf den gemeldeten Zahlen.
Branchen mit hohen Raten
Die folgenden Sektoren verzeichneten statistisch signifikant höhere Raten nicht-tödlicher Verletzungen pro 100.000 Arbeitnehmer als der Durchschnitt der gesamten Branche:
- Unterkunft und Verpflegung
- Bauwesen
- Transport und Lagerung
- Großhandel und Einzelhandel
Arten von Unfällen (RIDDOR-Bericht)
Die meisten von den Arbeitgebern gemeldeten nicht tödlichen Verletzungen (RIDDOR) fallen in häufige Routinekategorien:
| Art des Unfalls | Prozentsatz der Berichte |
| Ausrutschen, Stolpern oder Stürze auf der gleichen Ebene | ca. 30% |
| Handhabung, Heben oder Tragen | ca. 17% |
| Von einem beweglichen Gegenstand getroffen | ca. 10% |
Kreuzung mit tödlichem Risiko
Ein Vergleich mit den Statistiken über tödliche Unfälle zeigt, dass der Zusammenstoß mit einem sich bewegenden Fahrzeug zwar nur einen geringen Prozentsatz der Meldungen über nicht tödliche Unfälle ausmacht (ca. 2%), aber durchweg als Hauptursache für tödliche Unfälle von Arbeitnehmern gilt. Diese Korrelation verdeutlicht, dass das Zusammenspiel von Fahrzeug und Ausrüstung ein kritischer Faktor sowohl bei häufigen als auch bei folgenschweren Unfällen ist.
Nächste Schritte: Zugriff auf die vollständigen Daten
Vollständige Daten und Zusammenhänge, einschließlich einer Analyse der tödlichen Verletzungen, finden Sie in der Der vollständige statistische Bericht der HSE für 2024/25.
